30.10.2017

„Die Finanzierung der Sanierung des Blauen Turms in Bad Wimpfen bleibt Dauerthema“

„Die gemeinsamen Bemühungen mit der Stadt Bad Wimpfen und die vielen Gespräche mit dem Wirtschaftsministerium  sowie mit den einzelnen Stiftungen und Ämtern zur Finanzierung der Restaurierung und Sanierung des Blauen Turms hatten bisher Erfolg. Dennoch wird uns die Finanzierung dieser umfassenden Sanierungsarbeiten noch einige Jahre begleiten“, so der Landtagsabgeordnete Dr. Bernhard Lasotta am Montag (2.11.) in Bad Wimpfen.
Lasotta weiter: „Das Wirtschaftsministerium hat mir auf meine Anfrage nach den künftigen Haushalsansätzen für das Sanierungsobjekt mitgeteilt, dass es zwar wünschenswert wäre, für die besonders kostenintensive Sanierungsarbeiten am Blauen Turm, der Seitens des Ministeriums ebenfalls als  besonders herausragendes Kulturdenkmal des Landes gesehen wird, ein Sonderfinanzierungsprogramm im Haushalt bereitstellen zu können, jedoch sei dies angesichts des Zwangs zur Haushaltskonsolidierung leider nicht darstellbar. Eine finanzielle Unterstützung des Landes bei der Sanierung des denkmalgeschützten Blauen Turms sei allerdings im Rahmen des regulären Denkmalförderprogramms weiter möglich.“
Lasotta: „Das Wirtschaftsministerium teilte mir zu den Fördersummen mit, dass in diesem Jahr bereits 500.000 Euro bewilligt werden konnten und für das Jahr 2018 dem Landesamt für Denkmalpflege ein  weiterer Antrag über 500.000 Euro vorliege. Das Ministerium erwartet darüber hinaus auch für das Jahr 2019 einen erneuten Antrag der Stadt Bad Wimpfen bis zur Obergrenze von 500.000 Euro. Somit würde das Land im Falle einer durchgängigen Bewilligungen in entsprechender Höhe, die jedoch heute unter damit verbundener Vorwegnahme des Antragsverfahrens natürlich nicht verbindlich zugesagt, werden könne, bis zum Ende der Sanierung voraussichtlich 1,5 Millionen Euro für die Erhaltung des Bad Wimpfener Kulturdenkmals bereitstellen“, so Lasotta.
Die Kosten der aufgrund von starker Rissbildung im Mauerwerk notwendigen Sanierungsarbeiten, mit denen Anfang Oktober 2017 mittlerweile begonnen wurde, werden aktuell auf 7,2 Millionen Euro geschätzt.
Bisher wurden für das Projekt Zuschüsse von rund 1,5 Millionen aus Mitteln des Denkmalschutzes (diese setzen sich aus zirka 700.000 Euro  des Landesdenkmalamts und 400.000 Euro aus dem Sonderprogramm Denkmalschutz, weiteren 400.000 Euro Mitteln der Deutschen Stiftung Denkmalschutz sowie zirka 500.000 Euro aus Mitteln der Denkmalstiftung Baden-Württemberg zusammen) zugesagt. Ebenso erhält Bad Wimpfen 2 Millionen Euro aus Mitteln der Städtebauförderung, 2000.000 Euro durch den Landkreis Heilbronn und 150.000 Euro der Sparkassenstiftung. Durch Eigenmittel der Stadt Bad Wimpfen müssen voraussichtlich rund 1,4 Millionen Euro selbst getragen werden. Davon sind mit Stand September 2017 mittlerweile 1,1 Millionen Euro durch Spenden Dritter wie zum Beispiel durch Spenden von Firmen, Vereinen und Privatpersonen gedeckt.
„Ich bin allen Beteiligten Akteuren in den Ministerien, Stiftungen und weiteren Behörden sehr für ihr Engagement zur Erhaltung des Wahrzeichens der bedeutenden Stauferstadt dankbar. Besonders freue ich mich über das herausragende Engagement der zahlreichen Spenderinnen und Spender, das ein schönes Signal der Verbundenheit mit Bad Wimpfen und dessen Wahrzeichen darstellt. Dank dieser konzertierten Unterstützung, die immer noch anhält, bin ich zuversichtlich, dass wir im Jahr 2020 einen nachhaltig und umfassend sanierten  Blauen Turm der Bevölkerung übergeben können, in dem auch unsere Türmerin Blanca Knodel wieder über die Altstadt wachen kann“, so Lasotta abschließend.